Mehr Geld, mehr Baustellen, mehr Hoffnung: Der Plan der Deutschen Bahn
- 23. Apr.
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Die Deutsche Bahn steckt in einem tiefgreifenden Wandel, das macht Konzernchefin Evelyn Palla im Interview deutlich. Sie räumt ein, dass Unpünktlichkeit eines der größten Probleme bleibt: 2025 war jeder dritte Fernzug verspätet. Gleichzeitig relativiert sie: Ein Großteil der Züge erreicht sein Ziel mit überschaubarer Verzögerung. Klar ist aber, dass sich strukturell etwas ändern muss.
Die Hauptursache liegt im maroden Schienennetz, das auf immer stärkere Auslastung trifft. Palla vergleicht die Situation mit einer beschädigten Autobahn, auf der ständig mehr Verkehr unterwegs ist. Dass das System überlastet ist, zeigt sich besonders daran, dass Züge am Wochenende, bei weniger Verkehr, deutlich pünktlicher sind.
Weniger Züge fahren zu lassen, sieht Palla jedoch nur als letzte Option. Stattdessen setzt die Bahn auf eine bessere Steuerung, etwa durch Entzerrung von Nah- und Fernverkehr an stark frequentierten Knotenpunkten. Gleichzeitig soll massiv in die Infrastruktur investiert werden: Mit 23 Milliarden Euro jährlich und gebündelten Generalsanierungen zentraler Strecken will die Bahn das Netz langfristig stabilisieren.
Das Ziel ist klar: Bis 2029 sollen 70 Prozent der Fernzüge pünktlich sein. Doch dafür braucht es neben Geld auch politische Unterstützung und realistische Rahmenbedingungen. Palla macht deutlich: Der Weg zurück zu einer verlässlichen Bahn ist lang, aber unumgänglich.
Bildquelle: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben
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