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Keine Ersatzteile, keine Lösung: In Igensdorf ersetzen Menschen die Bahn-Technik

21. Okt.
1 Min. Lesezeit
Keine Ersatzteile, keine Lösung: In Igensdorf ersetzen Menschen die Bahn-Technik

Seit mehreren Wochen erfordert ein Bahnübergang in Igensdorf bei Nürnberg besonderen Personaleinsatz: Weil die technische Sicherungsanlage ausgefallen ist, regeln Mitarbeitende den Verkehr vor Ort von Hand. Betroffen ist der Übergang der Gräfenbergbahn im Bereich der B2 und der Forchheimer Straße. Dort trat am Abend des 10. September 2026 ein Defekt auf. Die Lichtzeichenanlage funktionierte nicht mehr zuverlässig und musste aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden.


Zunächst übernahmen die Triebfahrzeugführer der Regionalbahnen die Sicherung. Wegen der Bedeutung der Bundesstraße wurden anschließend Bahnübergangsposten eingesetzt. Sie ermöglichen weiterhin die Querung, allerdings unter erschwerten Bedingungen: Im Übergangsbereich gilt eine reduzierte Geschwindigkeit für den Straßenverkehr. Außerdem können die notwendigen Abstimmungen und Sicherheitsabläufe zu längeren Sperrzeiten führen. Für Autofahrer und Anwohner bedeutet die Übergangslösung deshalb zusätzliche Einschränkungen im Alltag.


Wie dieser Einsatz praktisch aussieht, beschreibt BILD: Vor einer Zugdurchfahrt erhalten die Mitarbeitenden telefonisch Bescheid. Anschließend sperren sie die Fahrbahn mit Absperrband und einem Halteschild. Erst nachdem der Zug vorbeigefahren ist, wird die Straße wieder freigegeben. Die Sicherung erfolgt täglich von etwa fünf Uhr morgens bis Mitternacht, auch am Wochenende.


Eine schnelle Reparatur scheitert laut einer gegenüber BILD abgegebenen Bahn-Auskunft an fehlenden Ersatzteilen. Die benötigten Komponenten seien nicht mehr auf dem Markt verfügbar. Wie lange der Personaleinsatz noch notwendig bleibt, ist offen.


Bereits im September hatte die Bahn in einer Mitteilung des Marktes Igensdorf auf die Schwierigkeiten mit der alten technischen Sonderbauart hingewiesen. Neben möglichen Maßnahmen zur Instandsetzung werden mittel- und langfristige Lösungen für die Sicherung des Übergangs geprüft. Bis eine tragfähige Lösung umgesetzt werden kann, bleibt der Einsatz der Sicherungsposten entscheidend dafür, dass Straßen- und Bahnverkehr den Übergang weiterhin nutzen können.


Bildquelle: Deutsche Bahn AG / Claus Weber

 
 
 

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