Bahnstrecke Hamburg–Berlin nach Munitionsfund in Müssen wieder frei

Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin ist nach einer vorübergehenden Sperrung wieder befahrbar. Bei Bauarbeiten nahe dem Bahnhof Müssen in Schleswig-Holstein war ein Sprengkopf aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Der Kampfmittelräumdienst sicherte den Fund und transportierte ihn zur Unschädlichmachung ab.
Nach Angaben der Polizei handelte es sich bei dem Gegenstand um einen Sprengkopf des Typs SAP 60, der vermutlich zu einer britischen Luft-Boden-Rakete gehörte. Zünder und Sprengstoff waren noch vorhanden. Die Munition wurde bei Arbeiten im Umfeld des Bahnhofs Müssen im Kreis Herzogtum Lauenburg freigelegt.
Für den Einsatz musste der Bahnverkehr zwischen Hamburg und Berlin vorübergehend unterbrochen werden. Die Deutsche Bahn bereitete eine weiträumige Umleitung für den Fernverkehr vor. Nachdem die Spezialisten die Munitionsteile sichergestellt und abtransportiert hatten, wurde die Bahnstrecke wieder freigegeben.
Auch die Anwohner waren von dem Munitionsfund betroffen. Laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mussten die Bewohner zweier Straßenzüge in der rund 1.200 Einwohner zählenden Gemeinde ihre Häuser und Wohnungen verlassen. In einer Sporthalle wurde eine vorübergehende Unterkunft für die Betroffenen eingerichtet.
Bildquelle: Deutsche Bahn AG / Daniel Karmann
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