Warnstreiks legen Nahverkehr bundesweit lahm
- 30. Jan.
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Am Montag müssen sich Fahrgäste in vielen deutschen Städten auf massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat im Zuge laufender Tarifverhandlungen in nahezu allen Bundesländern zu Warnstreiks bei kommunalen Verkehrsunternehmen aufgerufen. In den betroffenen Betrieben ist damit zu rechnen, dass Busse und Bahnen weitgehend stillstehen.
Mit den Arbeitsniederlegungen will Verdi den Druck auf die Arbeitgeber im Tarifkonflikt um den kommunalen Nahverkehr erhöhen. Die Warnstreiks sind Teil bundesweiter Protestaktionen.
Nach Angaben der Gewerkschaft bleibt Niedersachsen zunächst außen vor, da für die rund 5000 Beschäftigten dort noch die Friedenspflicht gilt. Ob es auch bei der Hamburger Hochbahn zu einem Warnstreik am 2. Februar kommt, soll sich im Laufe des Tages nach den aktuellen Tarifgesprächen entscheiden.
Die Tarifverhandlungen werden in allen 16 Bundesländern überwiegend mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt. Verdi fordert vor allem spürbare Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, darunter kürzere Wochenarbeits- und Schichtzeiten, längere Ruhephasen sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen sowie bei der Hamburger Hochbahn geht es zusätzlich um höhere Löhne und Gehälter.
Insgesamt wären laut Verdi fast 100.000 Beschäftigte in rund 150 kommunalen Verkehrsunternehmen, Busbetrieben der Landkreise sowie in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen von den Warnstreiks betroffen.
Bildquelle: Unsplash.com / Birk Enwald
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