Prag–Dresden bald im Stundentakt? ČD prüft Ausbau der Verbindung
- vor 7 Tagen
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Die tschechische Staatsbahn prüft eine mögliche Ausweitung der Zugverbindung zwischen Prag und Dresden. Künftig könnten die Züge statt wie bisher alle zwei Stunden im Stundentakt verkehren. Das berichtet das tschechische Bahnportal zdopravy.cz unter Berufung auf Jiří Ješeta, den stellvertretenden Leiter des Personenverkehrs bei České dráhy.
Die Verbindung wird gemeinsam von České dráhy und der Deutschen Bahn betrieben und führt von Prag über Dresden weiter nach Berlin und Hamburg. Ob der Stundentakt tatsächlich eingeführt wird, hängt maßgeblich von den Verhandlungen zwischen beiden Bahngesellschaften ab.
Im Zuge einer möglichen Angebotsausweitung erwägt die tschechische Bahn auch den Kauf zusätzlicher Comfortjet-Züge, die von Škoda gemeinsam mit Siemens gebaut werden. Die Investition könnte rund 300 Millionen Euro betragen. Eine Entscheidung darüber soll voraussichtlich bis Mitte des Jahres fallen.
Offiziell bestätigt wurde der Bericht bisher weder von der Deutschen Bahn noch von České dráhy. Beide Seiten betonen jedoch, dass sie regelmäßig über eine Weiterentwicklung der Verbindungen sprechen. Die Strecke zwischen Prag und Dresden gilt als sehr gefragt und besitzt nach Einschätzung der tschechischen Bahn auch künftig großes Potenzial.
Langfristig soll die Verbindung zudem deutlich schneller werden. Geplant ist unter anderem ein etwa 30 Kilometer langer Tunnel durch das Osterzgebirge. Damit könnte sich die Reisezeit zwischen Prag und Dresden von derzeit rund zweieinhalb Stunden auf etwa eine Stunde verkürzen. Ein Baubeginn wird frühestens Anfang der 2030er-Jahre erwartet, eine Inbetriebnahme könnte Mitte der 2040er-Jahre erfolgen.
Bildquelle: Wikipedia/NÖLB Mh
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