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EVG-Chef fordert Bahn-Rabatte als Entlastung bei hohen Spritpreisen

  • 7. Apr.
  • 1 Min. Lesezeit
EVG-Chef fordert Bahn-Rabatte als Entlastung bei hohen Spritpreisen

Angesichts steigender Kraftstoffkosten bringt der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Martin Burkert, Preisnachlässe für Bahnreisende ins Spiel. Sowohl das Deutschlandticket als auch Fernverkehrsfahrten sollen seiner Ansicht nach deutlich günstiger werden, um Verbraucher spürbar zu entlasten.


Burkert plädiert dafür, die Deutsche Bahn stärker in die politische Strategie einzubinden. Neben einer möglichen Übergewinnsteuer fordert er, das staatliche Bahnunternehmen gezielt zu nutzen, um Alternativen zum teuren Autofahren attraktiver zu machen.


Konkret schlägt er einen zeitlich begrenzten Rabatt von 30 Prozent auf das Deutschlandticket vor. Zudem könnten die Preise im Fernverkehr um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Für die rund 14 Millionen Nutzer des Deutschlandtickets würde das eine monatliche Ersparnis von etwa 20 Euro bedeuten.


Allerdings dürfte eine solche Maßnahme erneut Diskussionen über die Finanzierung auslösen. Bund und Länder tragen bereits jeweils 1,5 Milliarden Euro jährlich zur Finanzierung des Tickets bei und hatten zuletzt zusätzliche Mittel abgelehnt. Seit seiner Einführung im Mai 2023 ist der Preis des Deutschlandtickets daher schrittweise um insgesamt 14 Euro gestiegen.


Auch bei den Fernverkehrspreisen stellt sich die Frage der Finanzierung. Die Ticketpreise variieren stark je nach Strecke und Buchungszeitpunkt, entsprechend unterschiedlich wären die Einsparungen. Klar ist jedoch: Günstigere Preise könnten die Nachfrage deutlich steigern.


Die Deutsche Bahn selbst dürfte weiteren Preisnachlässen skeptisch gegenüberstehen. Der Konzern verzeichnete 2025 einen Verlust von rund 2,3 Milliarden Euro. Zwar erzielte der Fernverkehr einen operativen Gewinn von 45 Millionen Euro, blieb damit jedoch hinter den Erwartungen. Bahn-Chefin Evelyn Palla kündigte bereits ein Sanierungsprogramm für diesen Bereich an.


Bildquelle: Deutsche Bahn AG / Dominic Dupont

 
 
 

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