Deutsche Bahn legt erstes Tarifangebot vor – GDL kritisiert Höhe und Laufzeit
- 11. Feb.
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Die Deutsche Bahn hat in den Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ein erstes Angebot unterbreitet. Vorgesehen sind insgesamt sechs Prozent mehr Geld für die Beschäftigten sowie eine einmalige Zahlung von 400 Euro. Der neue Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 30 Monaten haben.
Von den sechs Prozent sollen 3,8 Prozent in zwei Schritten als direkte Lohnerhöhung ausgezahlt werden. Die übrigen 2,2 Prozent will die Bahn durch Änderungen im Tarifsystem umsetzen, unter anderem durch die Einführung einer zusätzlichen Tarifstufe, wie sie die GDL fordert.
Bahn-Personalvorstand Martin Seiler bezeichnete das Angebot als „gut und sehr weitreichend“ und betonte, man komme wichtigen Forderungen der GDL entgegen. GDL-Chef Mario Reiß kritisierte den Vorschlag dagegen als zu niedrig. Zwar sehe es „auf dem Papier“ nach Bewegung aus, entscheidend sei jedoch die konkrete Ausgestaltung, insbesondere die Laufzeit von zweieinhalb Jahren, wodurch sich die Erhöhung relativiere. Ein Scheitern der Verhandlungen schloss er nicht aus.
Die GDL fordert weiterhin acht Prozent mehr Geld sowie eine Laufzeit von zwölf Monaten. Arbeitskämpfe mit Auswirkungen auf den Bahnverkehr wären frühestens ab März möglich.
Bildquelle: Deutsche Bahn AG / Dominic Dupont
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