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Stuttgart 21 vor der nächsten Zäsur: Bahn nennt neuen Zeitplan und Kostenrahmen von 14,5 Milliarden Euro

  • 30. Juni
  • 2 Min. Lesezeit
Bahn nennt neuen Zeitplan und Kostenrahmen von 14,5 Milliarden Euro

Die Deutsche Bahn will diesen Freitag im Lenkungskreis erläutern, wann Stuttgart 21 in Betrieb gehen soll. Bei dem Treffen am Flughafen Stuttgart kommen die Partner des Bahnprojekts zusammen, darunter das Land Baden-Württemberg sowie die Stadt und die Region Stuttgart. Für die Bahn, vertreten durch Bahnchefin Evelyn Palla, steht dabei ein zentraler Termin an: Der Konzern muss erklären, wann der neue Bahnknoten mit dem Tiefbahnhof starten soll und welche Gründe zur erneuten Verzögerung geführt haben.


Nach SWR-Recherchen dürfte auch der neue Kostenrahmen vorgestellt werden. Demnach soll ein Finanzierungsrahmen von 14,5 Milliarden Euro vorgeschlagen werden. Seit November 2025 ist klar, dass der ursprünglich anvisierte Inbetriebnahmetermin Ende 2026 nicht gehalten werden kann. Einen neuen Termin hatte Palla damals zunächst nicht genannt. Nun wird erwartet, dass die Bahn offiziell bestätigt, dass im Dezember 2031 erstmals regulärer Verkehr im Tiefbahnhof fahren soll. Dieses Datum hatte Palla bereits am Mittwoch im Verkehrsausschuss des Bundestages genannt.


Im Lenkungskreis soll zudem aufgearbeitet werden, welche Versäumnisse zu der Verschiebung geführt haben. Dabei stehen vor allem vier Punkte im Mittelpunkt: kilometerweise falsch verlegte Kabel, Probleme bei der Notstromversorgung, neue Normen für ein bereits fertiggestelltes zentrales Technikgebäude sowie größere Herausforderungen bei der Digitalisierung rund um den „Digitalen Knoten Stuttgart“ (DKS). Teile dieser Probleme waren bereits zuvor durch SWR-Recherchen bekannt geworden.


Bahnchefin Evelyn Palla soll den Projektpartnern, darunter auch Ministerpräsident Cem Özdemir, den neuen Zeitplan vorstellen. Neben der geplanten Inbetriebnahme des neuen Durchgangsbahnhofs im Dezember 2031 gehören dazu weitere wichtige Meilensteine: die Eröffnung des sanierten Bonatzbaus, der Start des Tiefbahnhofs am Flughafen, die Inbetriebnahme der verlängerten Stammstrecke der S-Bahn sowie die Anbindung der Gäubahn über den neuen Pfaffensteigtunnel auf den Fildern. Der bisherige Kopfbahnhof soll demnach noch bis Sommer 2032 weiter in Betrieb bleiben.


Bildquelle: TeamBahn

 
 
 

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