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Grenzüberschreitender Bahnverkehr legt kräftig zu

  • 8. Mai
  • 2 Min. Lesezeit
Grenzüberschreitender Bahnverkehr legt kräftig zu

Die Deutsche Bahn meldet eine steigende Nachfrage im internationalen Bahnverkehr und plant, ihr Angebot mit zusätzlichen Verbindungen weiter auszubauen. Laut Fernverkehrsvorstand Michael Peterson nutzten im vergangenen Jahr rund 25 Millionen der insgesamt etwa 140 Millionen Fernverkehrskunden grenzüberschreitende Zugverbindungen, ein Anstieg von 30 Prozent gegenüber 2019. Für dieses Jahr rechnet die Bahn erneut mit einem leichten Zuwachs, in den kommenden Jahren soll die Zahl durch neue Europaverbindungen deutlich steigen.

Besonders stark legten 2025 mehrere Strecken zu: Die Verbindung München–Zürich verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 27 Prozent. Auch die Strecken Frankfurt–Paris mit 22 Prozent sowie Köln–Brüssel mit 16 Prozent Wachstum erfreuten sich großer Beliebtheit.


Nach Einschätzung von Peterson gewinnt der internationale Bahnverkehr zunehmend an Attraktivität. Viele Reisende schätzten insbesondere, dass Fernzüge direkt die Innenstädte anfahren, während Flughäfen häufig außerhalb liegen. Zudem habe sich die Akzeptanz längerer Bahnreisen verändert: Während vor der Coronapandemie Fahrzeiten von vier bis fünf Stunden als Obergrenze galten, seien heute auch sechs bis acht Stunden für viele Reisende akzeptabel.

Für die Deutsche Bahn ist das Wachstum im internationalen Verkehr besonders wichtig, da der Konzern im Jahr 2025 einen Milliardenverlust verzeichnete. Auch der Fernverkehr steht unter Druck, weshalb derzeit ein Sanierungsprogramm vorbereitet wird.


Als Reaktion auf die gestiegene Nachfrage erweitert die Bahn ihr internationales Angebot: Ab Mitte Juni wird die Direktverbindung zwischen Kopenhagen und Prag über Hamburg und Berlin auf zwei tägliche Zugpaare erhöht. Zudem fährt die ICE-Verbindung Köln–Brüssel von Juni bis Ende August an Wochenenden weiter bis nach Gent, Brügge und an die belgische Küste.

Darüber hinaus wird im Juli und August samstags eine Direktverbindung zwischen Frankfurt und Bordeaux angeboten. Ab dem 7. September sollen außerdem täglich vier ICE-Züge zwischen Köln und Antwerpen verkehren, erstmals mit Halt am Flughafen Brüssel. Wegen der hohen Nachfrage prüft die Bahn außerdem, ein zweites tägliches Zugpaar auf der Strecke Berlin–Paris einzusetzen. Laut Peterson besteht sowohl in Deutschland als auch in Frankreich großes Interesse an einem weiteren Ausbau dieser Verbindung.


Bildquelle: Deutsche Bahn AG / Jochen Schmidt

 
 
 

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